Steuerungen in der Fördertechnik werden immer komplexer
Kohle ist ein sehr gutes Beispiel, um zu zeigen wie sich die Fördertechnik im Laufe der Zeit entwickelt hat. Als Menschen anfingen Kohlen abzubauen, gab es noch keine Förderbänder und keine Aufzüge mit denen die Kohle aus der Tiefe des Berges an die Oberfläche gebracht werden konnte. Die Menschen selbst bildeten die Fördertechnik. In Eimern oder Kiepen die auf dem Rücken getragen wurden, mussten die Kohlen aus den Stollen nach oben gebracht werden. Da die Bergwerke in der Regel sehr eng und niedrig waren, mussten nicht selten Kinder die Kohlen schleppen oder später auch die ersten Loren ziehen. Als man in der Lage war größere Loren und Wagen für den Transport der Kohle zu bauen, waren es die so genannten Grubenpferde die diese Wagen ziehen mussten. Der Transport an die Oberfläche erfolgte mittels einer einfachen Seilwinde.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde auch der Bergbau automatisiert. Es gab die ersten Förderbänder, die durch die Stollen bis an die Oberfläche reichten und die Kohle oder auch das Erz ohne Muskelkraft transportiert haben. Im Bergbau nennt man alle diese Anlagen zusammengefasst Förderanlagen. Zu dieser Fördertechnik gehörten zunächst die eigentlichen Fördermittel wie einfache Aufzüge und Förderbänder. Später kamen noch andere Dinge der modernen Fördertechnik wie beispielsweise Schienen, Fördertürme und auch Förderkörbe für Menschen und Material dazu. Bis in die heutige Zeit gibt es noch Begriffe wie Grube, Zeche oder auch einfach nur Bergwerk, offiziell heißt es aber Förderanlage oder auch Fördertechnik.
Auch in der Landwirtschaft hat die Fördertechnik in den letzten Jahrhunderten rasante Fortschritte gemacht. Mussten die Rüben und Kartoffeln früher mit der Hand aufgelesen, sortiert und auf dem Rücken transportiert werden, gibt es heute moderne Maschinen, die die Kartoffeln nicht nur aus der Erde holen, sondern auch gleich auf ein Förderband und dann auf einen LKW werfen und so mehr als einen sehr mühsamen Arbeitsprozess ersparen.